Eines der besten Dinge, die man in #Japan tun kann, um sich zu entspannen und zu genießen, ist ein #Bad in einer #heißen #Quelle. Normalerweise ist es eine sehr ruhige Atmosphäre. Manchmal kommt man mit jemandem ins Gespräch und kann viel über Land und Leute lernen – und Spaß haben. Meine erste #Onsen-Erfahrung war in dem kleinen Dorf #Nishigishi unweit von #Kanazawa:
Zum Glück sprach mich am Eingang eine englisch sprechende Besuche-
rin an und erklärte mir alle Gepflogenheiten der #japanischen #Badekultur.
Es gibt getrennte Bereiche und #Pools für# Frauen und #Männer. Ich bereitete mich gründlich vor, ausgiebiges Duschen und Einseifen unter den Blicken aller. Im #Außenbecken sitzt man im natürlichen heißen #Wasser, mindestens 40 Grad, gefühlte 70, so muss sich ein gekochtes #Ei fühlen. Blick auf #Himmel, #Bucht. Hin und wieder segelte eine #Möwe vorbei.
Ich blieb stundenlang. Tomoko, die mir alles gezeigt hatte, hielt es nicht so lange aus, nahm mehrere Pausen. Sie ist Sportjournalistin, eigentlich in #Tokyo, und muss nun für ein paar Monate vom Landleben berichten, was sie schrecklich langweilig findet.
In Tokyo sei eine tolle #Energie, erzählte sie begeistert. Sie schwärmte von #Sissi und dem #Musical. War aus diesem Grund vor einigen Jahren nach #München gereist, nach #Neu-schwanstein und #Wien. Verrückt. Aber super, sich für etwas so zu begeistern. Sie hat, wie fast alle in #Japan, nur ungefähr zwei Wochen #Urlaub im #Jahr, die man noch nicht einmal zusammenhängend nehmen darf, und nutze fünf Tage, um sich diesen #Wunsch zu erfüllen. Sie fand es großartig, fünf #Wochen reisen zu können, staunte darüber. Mir wurde klar, in welch privilegierter Situation ich lebe.
Zwischendurch kamen weitere Frauen ins #Sitzbecken, junge, alte, kleine #Mädchen, dicke, dünne. Alle badeten ganz selbstverständlich ohne Scheu nackt, das obligatorischen weiße #Handtuch zusammengefaltet auf dem #Kopf. Allmählich leerte sich das #Becken. Auch Tomoko verabschiedete sich. Wir wollten uns aber unbedingt wieder sehen. Ich saß alleine im heißen Wasser, die #Abenddämmerung setzte ein, vereinzelt gingen #Lichter am #Hafen an, spiegelten sich im #Meer, blaue #Stunde – traumhaft. Irgendwann schloss leider das Bad und ich musste dieses heiße #Paradies verlassen. ( Auszug aus meinem Buch “ Mokume und die Kunst des Reisens “








Die obersten Fotos sind der Arima- Onsen-#Broschüre entnommen, da keine Fotos gemacht werden dürfen. Fast jedes große #Hotel bietet Onsen an. In #Berggebieten haben auch einfache #Gästehäuser welche. Öffentliche Bäder jann man auch in großen Städten finden (da viele alte Häuser kein eigenes Badezimmer haben – und die Leute gehen gerne dorthin, um Kontakte zu knüpfen, die neuesten Nachrichten zu erhalten und zu diskutieren).
Der obige Text beinhaltet Auszüge aus meinem Buch,in deutsch und englusch
„Mokume and the art of travelling.
in my E-book
https://tredition.de/autoren/sabrina-d-agliano-38504/mokume-und-die-kunst-des-reisens-e-book-158835/
and in my Printbook:
https://tredition.de/autoren/sabrina-d-agliano-38504/mokume-und-die-kunst-des-reisens-paperback-158834/
