Miho Museum

Das #Miho Museum liegt etwas abseits auf dem Lande. Aber es ist eine schöne, etwa einstündige Fahrt mit dem Bus. Wir fuhren von #Kyoto aus, fuhren durch hügelige Landschaften, vorbei an #Flüssen und #Bächen - die Besiedlung wird immer dünner, schließlich völlig unbebaut. Mitten in dieser einsamen Gegend hielt der Bus. Wir haben unsere Tickets am Ticketschalter gekauft. Man durch einen langen Tunnel im Berg, der speziell für dieses Museum gebaut wurde. Wir hätten den Kleinbus nehmen können, gingen aber lieber langsam zu Fuß zum Museum, um uns einzustimmen.
Hinter dem Tunnel, wie in einer anderen Welt, ein Land der Schönheit, Reinheit, Natur, wie die #Taoisten sagen, des # ewigen Lebens. Der Weg führt weiter über eine #Brücke, die von einem  Bogen aus Beton gehalten wird, der die äußere Form des Tunnels aufnimmt. Lange dicke Stahlkabel, wie Stangen eines #Fächers, vom Tunnel zur Brücke, halten die Konstruktion zusammen.
Das Gebäude ist sehr beeindruckend, eingebettet in die Landschaft, großartige Architektur von #Pei. Viel Glas, Metallkonstruktion, Wände und Boden aus hellem Naturstein. Atemberaubende Eingangshalle mit Blick auf eine alte Kiefer, wie Malerei auf einem traditionellen #Paravent. #Natur als #Kunstwerk.
Die aktuelle #Ausstellung war ebenfalls sehr interessant. Historische Teekessel, manchmal archaische Formen, mit unregelmäßigen Rändern. Das einzige Objekt im Raum während einer #Tee #Zeremonie, das seine Position nicht ändert. Unendliche Vielfalt.

Wir machten eine Pause in dem wunderbar lichtdurchfluteten #Restaurant mit Blick auf die grünen, hügeligen, abgelegenen, knorrigen alten #Kiefern. Es fühlte sich an, als wäre man in einem traditionellen japanischen #Gemälde und man wollte nicht mehr gehen.
Die #süssigkeiten zum #tee waren eine kulinarische Entdeckung - ganz anders als in Deutschland. Kleine Törtchen aus süßen roten #Bohnen. Am Ende wurde uns salzig gerösteter #Seetang angeboten, sehr ungewöhnlich für mich, aber lecker. Alles so fein arrangiert. 
Wir waren überrascht, dass es hier eine ägyptische Abteilung gibt. Wir gingen auf einen alten, massiven Kopf eines Stier zu. Dann die Statue einer #fruchtbarkeitsgöttin aus #marmor - elegant, sinnlich, hauchdünne Robe, nur angedeutet, den schlanken Körper eigentlich nicht bedeckend, die Grenze zwischen nackter #haut und #stoff fließend. In Vitrinen wunderschöner #schmuck, #granuliert aus feinem #gold -  warme Farbe, sattes Goldgelb.
In weiteren Räumen gab es #griechische und #römische # skulpturen. Ein antikes #mosaik auf dem Boden. Alles perfekt präsentiert, gut beleuchtet. Wir hatten kaum Zeit für die Sammlung ostasiatischer #kulturen. Mussten hindurch eilen, konnten nur einen kleinen Eindruck gewinnen. Ich werde sicherlich bei meinem nächsten Besuch in #Japan wieder hierher kommen.
( Auszüge aus meinem Buch "Mokume und die Kunst des Reisens" )
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Adresse

300 Momodani; Tashiro Shigaraki Koka; Shiga 529-1814, Japan

Tel: +81 (0)748-82-3411

Weitere Informationen

http://www.miho.or.jp/en/

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