Der "Goldene Tempel". Mit Blattgold bedeckt, leuchtete es wie ein Juwel in der Landschaft, das sich im Wasser des Sees spiegelte. Es war sehr voll. Aber trotzdem war es schön zu sehen. Ich ging um den Teich herum und betrachtete ihn von allen Seiten. Ein goldener Phönix blitzte auf dem Dach. Im See winzige Inseln mit zwei oder drei Kiefern, wie ein Gemälde, fast unwirklich schön.
In den weitläufigen #Gartenbereichen kam ich an einem traditionellen #Teehaus vorbei. Vertikale und horizontale Balken, #Papierwände, keine Möbel, Leere, nur in einer Nische ein Rollbild mit #kalligraphischen Zeichen. Ein glatter, natürlich gewundener, dicker Ast säumt eine Seite der Nische wie eine Schlange. Weiter entlang des Weges erreichte ich einen kleinen #Tempel. Außen schlicht, unprätentiös und aus Holz gefertigt. Große weiße und rote #Papierlaternen, die sanft schwingen. Innen üppig dekoriert mit Seidenkissen, #Trommeln, Ornamenten, #Blumen, Holzregalen, dunkel. #Gold leuchtete hinter dem #altar auf und setzte einen aufhellenden Akzent. "Lob des Schattens" von Tanizaki #Jun’ichirō, erinnerte ich mich. In der Dämmerung kommen #Schönheit und #Sinnlichkeit zur Geltung. Die Magie des #Schattens verleiht einem #Japanischen Raum seinen mysteriösen ästhetischen #Ausdruck. ( Auszüge aus meinem Buch "Mokume und die Kunst des Reisens" ) https://amzn.to/2S81ecV
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