In Okaya, einer kleinen Stadt nahe Matsumoto, findet jedes Jahr ein riesiges #Taiko -Festival statt. An zwei Festtagen werden #Yosakoi-Tänze und Taiko-Trommeln von lokalen und überregionalen Gruppen aufgeführt. Die Geschwindigkeit und Ausdauer der #Trommler scheint fast unwirklich.
#Okaya ist weniger als 40 Minuten mit dem Zug vom Bahnhof #Matsumoto entfernt. Sie können entweder den Nahverkehrszug oder die Ltd. nehmen. Azusa (oder Super Azusa) - beide bieten direkten Zugang zur Okaya Station. Vom Bahnhof Okaya sind es nur 10 Minuten zu Fuß zum Bühnenbereich. Unterwegs finden auch viele andere kleinere Aufführungen statt.
Am Nachmittag kam ich in #Gifu City an und ging zum Festivalgelände. Viele Fotografen waren bereits da. Sie boten mir einen guten Platz. Das #Tejikara Fire Festival begann mit Donner und Blitz - und einem doppelten Regenbogen. Als die Sonne unter ging zeigten einige Gruppen ihre #Tanzvorführungen. Dann ein #Feuerwerk am Himmel, das Signal zum Start.
Die massiven 20 m hohen Laternen wurden angezündet.
Wenn alle Laternen vollständig verbrennen, soll die Ernte des Jahres gut werden.
Männer mit nacktem Oberkörper trugen brennende #Mikoshi, die Funken sprühten - Feuerregen. Glocken läuteten. Feuerwerkskörper knallten. Ekstatische Atmosphäre. Menschen, die unter den #Flammen hindurch gehen, sollen das folgende Jahr frei von Krankheiten sein.
Das #Feuerfestival um den #Tejikarao #Schrein findet seit 300 Jahren im August statt.
Ich konnte an einem traditionellen Drachenfestival auf dem Land teilnehmen. Zwei riesige #Drachen aus #Reisstroh lagen auf dem großen Dorfplatzt. Die Köpfe sorgfältig ausgearbeitet, viele Zähne im leicht geöffneten Maul. Sie müssen wochenlang daran gearbeitet haben. die Drachen waren behängt mit #Wunschzetteln. Sie sollen #Regen bringen, gute #Ernte. Jung und Alt nahmen teil. Am Nachmittag wurden allerlei #Tanzvorführungen und #Kampfkünste (wie #Karate) dargeboten. Die kleinen Mädchen hüsch gekleidet und mit Blumen geschmückt. Alles sehr bunt, fröhlich - bei den Karate-Vorführungen konzentrierte Ruhe. Am Rande des Platzes Buden mit #Fingerfood und Getränken, Feststimmung.
Am Abend trat eine #Taiko Gruppe auf. Rhythmische #Klänge. Einstimmen auf das Verbrennen der Drachen. Als es dunkel wurde, trugen dutzende Männer die Drachen im Kreis um den Platz. Rituelle Rufe. Trommelschläge. Das #Feuer wurde entfacht. Die riesigen Drachen brannten in der Dunkelheit. Knistern in der Luft - vom Feuer , von der Spannung. Das #Bambusgerippe fiel in sich zusammen. Männer kontrollierten mit langen Stangen die lodernden Figuren. In kurzter Zeit war das Werk von Wochen niedergebrannt, ein kleines Häufchen glühende #Asche übrig, der Geist der Drachen in die Luft übergegangen.
Zum Abschluss gab es ein großes #Feuerwerk in diesem kleinen Dorf.
Das #Shinto-Ritual begann am Nachmittag. Nach der Zeremonie weihten die Priester den Ort und das Trommeln auf großen Taiko begann. Dumpfer Klang und Rhythmus erfüllten die Luft
Gruppen von Männern aus verschiedenen Dörfern trugen riesige schwere Bambusstämme. Auch die kleinen Jungs gaben ihr Bestes mit leichteren Stangen. Die #Taiko-Spieler hatten einen ziemlich gefährlichen Job – zwischen all diesen Leuten
Einheimische versammeln sich am #Schrein, laufen in verschiedenen Gruppen um einen riesigen Stein herum, sehr hohe #Bambusstämme balancierend, die an ihren Körpern befestigt sind. Die höchsten Stämme sind ungefähr 30 m hoch und wiegen bis zu 100 kg… Der #Iminomiya Jinja Schrein, um den herum das Festival stattfindet liegt in #Shimonoseki, in der Nähe von #Chofu, in #Yamaguchi
Heute war ich in der #Oyamazaki Villa auf einem Hügel etwas außerhalb von Kyoto - sehr schön gelegen. Man hat einen tollen Blick über die Stadt.
Das Tadao Andō Gebäude liegt etwas verborgen zwischen den Bäumen. Viel Glas, Transparenz, grauer Beton, starker Kontrast zum üppigen Grün, zur Farbenpracht der #Koi und der umgebenden Natur, den Blumen. Ein kleiner Bach, der von mehreren Steinbrücken überquert wird. Duftende #Rosen. Noch mehr #Teiche mit Koi. Große offene Rasenflächen, immer wieder Blick auf #Kyoto. Dann die #Villa im traditionellen #japanischen Stil. Eine Sammlung von #Keramikkrügen, viele aus Deutschland, die schönste aus #Persien. Einer der Krüge: hauchdünn, teilweise perlmutt schimmernd, unregelmäßige Struktur und Oberfläche, subtile Farbunterschiede, schöne Form. Das Cafe auf der #Terrasse mit Blick auf Kyoto. Herrlicher Ort.
Starker Kontrast zwischen #Andos #Architektur und der alten Villa - nicht unpassend, ergänzend, erweiternd, neue Zeit. Man ging eine lange Treppe hinunter in einen Raum, „Underground of Jewelry Box“ genannt, wie in eine heilige Kammer. Darin zwei
wunderschone „Wasserlilien“ von Monet, Flirren der Farben.
Auf einem #Gemälde zwei Flächen mit #Seerosen übereinander,
dazwischen #Spiegelung von Bäumen, nur durch die
verschwommenen vertikalen Linien angedeutet; dadurch
entsteht der Eindruck von #surrealer Perspektive, Traumland.
Ein paar rote Farbtupfer als Seerosen hingeschmettert. Wie
#Musik, eine #Symphonie, Wirbel, #Farbrausch. Ich blieb lange
dort, versank in die Bilder. Wenige Besucher.
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Der "Goldene Tempel". Mit Blattgold bedeckt, leuchtete es wie ein Juwel in der Landschaft, das sich im Wasser des Sees spiegelte. Es war sehr voll. Aber trotzdem war es schön zu sehen. Ich ging um den Teich herum und betrachtete ihn von allen Seiten. Ein goldener Phönix blitzte auf dem Dach. Im See winzige Inseln mit zwei oder drei Kiefern, wie ein Gemälde, fast unwirklich schön.
In den weitläufigen #Gartenbereichen kam ich an einem traditionellen #Teehaus vorbei. Vertikale und horizontale Balken, #Papierwände, keine Möbel, Leere, nur in einer Nische ein Rollbild mit #kalligraphischen Zeichen. Ein glatter, natürlich gewundener, dicker Ast säumt eine Seite der Nische wie eine Schlange.
Weiter entlang des Weges erreichte ich einen kleinen #Tempel. Außen schlicht, unprätentiös und aus Holz gefertigt. Große weiße und rote #Papierlaternen, die sanft schwingen. Innen üppig dekoriert mit Seidenkissen, #Trommeln, Ornamenten, #Blumen, Holzregalen, dunkel. #Gold leuchtete hinter dem #altar auf und setzte einen aufhellenden Akzent. "Lob des Schattens" von Tanizaki #Jun’ichirō, erinnerte ich mich. In der Dämmerung kommen #Schönheit und #Sinnlichkeit zur Geltung. Die Magie des #Schattens verleiht einem #Japanischen Raum seinen mysteriösen ästhetischen #Ausdruck.
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Ich besuchte mit meinen airbnb Gastgebern und Freunden das Togariishi Museum of Jomon Archaeology in der Nähe des Lake #Suwa. Wir fuhren mit ihrem Auto in einen Wald – ein gutes Stück außerhalb von #Chino gelegen .
Dort werden die beiden ältesten Schätze Japans ausgestellt werden. Vor dem Eingang machte ich Fotos von allen; es war wie ein „Familienausflug“. Wir schauten uns die Venus an und den Maskenmann, auch Gefäße aus der #Jōmon Epoche – sehr eindrucksvoll. Die #Venus dick, rund, mütterlich, Fruchtbarkeit ausstrahlend, dominantes weites Becken. 4500 Jahre alte, wunderschöne, kraftvolle Kunst. Auch der #Maskenmann. 4000 Jahre alt. Ganz anderer Stil: mit #Ornamenten verziert. Das Gesicht ein flaches Dreieck, stark abstrahiert. Kräftige, dicke Beine.
Die Gefäße mit reich verzierten Rändern, die Farbigkeit wie beim #Raku Brand, wie durch Rauchschwaden entstanden, von Rot bis Schwarztönungen. Bekleidung aus dieser Zeit konnte man auch sehen. Alles so kraftvoll, innovativ, neu erdacht. Man spürt die Energie, das Neue, den Willen, zu erfinden, #Kreativität, #Geist.
Wir konnten selbst mittels kleiner Walzen in eine knetartige Masse die Muster der Gefäße einprägen, wie die Schöpfer es in alten Zeiten gearbeitet haben.
Auch #Korn konnte man auf #Steinen zu feinem #Mehl mahlen. Wir probierten alles aus und hatten sehr viel Freude daran.
Mitarbeiter des Museums zeigten in einem Workshop, wie die Gefäße aus #Ton aufgebaut werden
Das #Miho Museum liegt etwas abseits auf dem Lande. Aber es ist eine schöne, etwa einstündige Fahrt mit dem Bus. Wir fuhren von #Kyoto aus, fuhren durch hügelige Landschaften, vorbei an #Flüssen und #Bächen - die Besiedlung wird immer dünner, schließlich völlig unbebaut. Mitten in dieser einsamen Gegend hielt der Bus. Wir haben unsere Tickets am Ticketschalter gekauft. Man durch einen langen Tunnel im Berg, der speziell für dieses Museum gebaut wurde. Wir hätten den Kleinbus nehmen können, gingen aber lieber langsam zu Fuß zum Museum, um uns einzustimmen.
Hinter dem Tunnel, wie in einer anderen Welt, ein Land der Schönheit, Reinheit, Natur, wie die #Taoisten sagen, des # ewigen Lebens. Der Weg führt weiter über eine #Brücke, die von einem Bogen aus Beton gehalten wird, der die äußere Form des Tunnels aufnimmt. Lange dicke Stahlkabel, wie Stangen eines #Fächers, vom Tunnel zur Brücke, halten die Konstruktion zusammen.
Foyer
Das Gebäude ist sehr beeindruckend, eingebettet in die Landschaft, großartige Architektur von #Pei. Viel Glas, Metallkonstruktion, Wände und Boden aus hellem Naturstein. Atemberaubende Eingangshalle mit Blick auf eine alte Kiefer, wie Malerei auf einem traditionellen #Paravent. #Natur als #Kunstwerk.
Die aktuelle #Ausstellung war ebenfalls sehr interessant. Historische Teekessel, manchmal archaische Formen, mit unregelmäßigen Rändern. Das einzige Objekt im Raum während einer #Tee #Zeremonie, das seine Position nicht ändert. Unendliche Vielfalt.
Wir machten eine Pause in dem wunderbar lichtdurchfluteten #Restaurant mit Blick auf die grünen, hügeligen, abgelegenen, knorrigen alten #Kiefern. Es fühlte sich an, als wäre man in einem traditionellen japanischen #Gemälde und man wollte nicht mehr gehen.
Die #süssigkeiten zum #tee waren eine kulinarische Entdeckung - ganz anders als in Deutschland. Kleine Törtchen aus süßen roten #Bohnen. Am Ende wurde uns salzig gerösteter #Seetang angeboten, sehr ungewöhnlich für mich, aber lecker. Alles so fein arrangiert.
Wir waren überrascht, dass es hier eine ägyptische Abteilung gibt. Wir gingen auf einen alten, massiven Kopf eines Stier zu. Dann die Statue einer #fruchtbarkeitsgöttin aus #marmor - elegant, sinnlich, hauchdünne Robe, nur angedeutet, den schlanken Körper eigentlich nicht bedeckend, die Grenze zwischen nackter #haut und #stoff fließend. In Vitrinen wunderschöner #schmuck, #granuliert aus feinem #gold - warme Farbe, sattes Goldgelb.
In weiteren Räumen gab es #griechische und #römische # skulpturen. Ein antikes #mosaik auf dem Boden. Alles perfekt präsentiert, gut beleuchtet. Wir hatten kaum Zeit für die Sammlung ostasiatischer #kulturen. Mussten hindurch eilen, konnten nur einen kleinen Eindruck gewinnen. Ich werde sicherlich bei meinem nächsten Besuch in #Japan wieder hierher kommen.
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Adresse
300 Momodani; Tashiro Shigaraki Koka; Shiga 529-1814, Japan
Die Anlage des Silbertempels (#Ginkakuji ) betritt man durch ein großes Tor. Dann vorbei an ein paar Gebäuden, ich nahm an, #Meditationshallen, #Teehaus. Schade war, dass man nicht hinein gehen konnte. Vor dem #Haupttempel eine weite ebene hellgraue #Kiesfläche. Darin ein meterhoher ebenfalls hellgrauer #Kegel mit abgestumpfter Spitze. Im Hintergrund der grüne üppige Garten mit rosa #Blütenpracht, einem #Teich, in dem der #Tempel sich spiegelte. Welch ein Kontrast. Es war mir zu laut am Tempel. Etliche Schulklassen waren dort. Überhaupt arg voll. Ich schlenderte durch die weitläufige #Gartenanlage. Alte #Bäume. Hübsch beschnittene #Büsche. #Blumenbeete dazwischen.
Ein paar bemooste #Steine gefielen mir besonders gut.
Hügelaufwärts ein #Bambuswäldchen, leises Rascheln im #Wind. Plötzlich bemerkte ich, dass mein #Geruchssinn wieder funktionierte, der seit vier Jahren nahezu verschwunden war. Wundervoll – diese Düfte von #Zedern, #Blüten. Ich fühlte mich ausgeglichen, stark. Spazierte weiter den Hügel hinauf. Von oben eine weite Aussicht über das Tal von #Kyoto und die #Berge im dahinter.
Als ich wieder unten ankam, hatte sich der morgendliche Menschenansturm gelichtet, und ich genoss in Ruhe die Umgebung des #Silbertempels, #Teich, #Steingarten und immer wieder die Düfte.
(Auszug aus meinem Buch: #Mokume und die Kunst des Reisens)
vorbei an einem Friedhof, sehr idyllisch am Waldrand gelegen – an weiteren #Tempeln und #Schreinen, machte eine Pause in einem philosophischen #Litaratur-Cafè – und überall traf ich auf hübsche #Kimono-Girls
Von der #Sanda aus musste ich mit einem Bus noch ein gutes Stück aufs Land fahren und dann noch eine Weile einen Hügel hinauf gehen – ein bisschen abseits, aber schön zwischen Hügeln gelegen, nicht einfach zu erreichen. Ich verbrachte den ganzen Nachmit tag dort. Auf dem weiten Gelände die kinetischen #Objekte von Sumusu #Shingu. Große, wuchtige aus rostigem #Eisen. Kleine, zarte aus glänzendem #Stahl. Manche auch farbig. Alles bewegte sich, sanft, fast geräuschlos, tanzte mit dem Wind, wie Liebe machen mit dem #Wind. Tanzende Linien und Flächen. In einem #Teich kleine Objekte – wie Blütenblätter, weiß. Sie drehten sich, schaukelten, wiegten sich im Wind. Dazu noch die #Spiegelungen auf der Wasseroberfläche. Alles sehr heiter, leicht, verspielt.
Ich spazierte noch ein paar Kilometer weiter. Der Pfad führte durch einen #Wald, an einem größeren #See entlang. Hin und wieder Ausblicke auf den See, kleine Buchten. Vor einer modernen Brücke über das Gewässer standen zwei #Skulpturen von #Shingu. Die Edelstahllinien drehten sich und schaukelten vor dem Blau des Himmels, blitzen im Licht auf. Der Weg hatte sich gelohnt.