Das Museum von Tadao #Andō liegt im Vergnügungsviertel am #Hafen. Es war leider geschlossen, aber auch von außen interessant – klare Linien, betongrau und anthrazit, eine große Glasfront. Daneben das Aquarium in Rot und Grau. Zwischen den beiden Gebäuden im Hintergrund das Rund des #Riesenrads. Eine #Windskulptur von Sumusu #Shingu an der Treppe vor dem #Museum.
Als Freundschaftszeichen zwischen #Kopenhagen und #Osaka sitzt eine kleine #Meerjungfrau auf einem Stein im Wasser. Irgendwie berührend in ihrer Sehnsucht und #Melancholie.
Ich machte einen längere Pause am #Aquarium und beobachtete einen Mann in Uniform, der lautstark mit dem Mikrophon etwas ansagte, einen Augenblick später im Stehen, ohne Anzulehnen, schlief, dann wieder ansagte. Im Wechsel. Ich war fasziniert.
Am Hafen lag ein großes, altes #Segelschiff, heute #Ausflugsboot, anachronistisch zwischen dieser modernen #Architektur.
Mit diesem #Schiff machte ich dann 2 Jahre später bei #Sonnenuntergang eine kleine Überfahrt am Hafen
Die kleine Meerjungfrau hat nun einen anderen Platz am Hafen gefunden
Dieses Jahr ( 2020 ) verbrachte ich meinen ersten Abend in #Japan am Hafen . Wunderschöne Beleuchtung am Aquarium; #Riesenkoi und andere #Meeresbewohner mit wechselnder Beleuchtung an der Fassade oder dem Platz vor dem Museum dargestellt. Eine Chinesin sprach mich an: ob ich eine Foto von ihr machen würde? Na klar. Sie machte dann auch ein Foto von mir. Wir kamen ins Gespräch. Sie war ebenfalls Malerin – überwiegend große #Tuschezeichnungen von #Bambus. Ich lernte von ihr, dass die chinesischen und japanischen #Poeten Bambus liebten, weil er für sie eine #spirituelle Kraft darstellte. Er wächst nur senkrecht – von der #Erde zum #Himmel. Keine horizontale Äste und Verzweigungen, lichtes, zartes Blätterwerk.
Die Überfahrt mit der #Fähre von #Takamatsu war herrlich. Wunderbare Insellandschaft. Schönes #Licht. Vorfreude auf mein nächstes Ziel. #Sonnenuntergang über den Inseln. Am #Hafen angekommen, machte ich zuerst ein paar #Fotos der #Skulpturen, ein Riesenkürbis in Rot mit schwarzen Punkten, ein bunt beleuchtetes #Objekt und etwas sehr zart wirkendes, aus der Ferne wie eine #Kokon Hülle, halbtransparent, fast schwebend erschien es.
Sehr ruhig, kleine traditionelle Häuschen. Abendstimmung. Das kleine #Hostel ist o.k., schlicht, in #japanischem Stil eingerichtet. Die Wirtin spricht perfekt Englisch; sie hatte einige Jahre in US gelebt. Dann ging ich nochmals Richtung Hafen. Auf der #Insel dreht sich alles um zeitgenössische #Kunst und #Architektur, im Zusammenspiel mit der Umgebung, #Landschaft, schon bei der Ankunft am Hafen.
Entsprechend interessant sind auch die Besucher. Auf der Suche nach einem #Restaurant begegneten mir ein Schotte und ein Kolumbianer, Arbeitskollegen, die zusammen reisten, und begleiteten mich ein Stück. Wir schauten uns den „Kokon“ an, saßen eine ganze Weile darin. Er wirkt nur aus der Ferne, und beleuchtet, so zart, fragil; ist aus #Metallgeflecht gebaut, recht bequem zum Sitzen.
Am Morgen nahm ich mir viel Zeit zum Frühstücken, da ich wenig geschlafen hatte. Ich lief ein Stück die Küste entlang. Hochsommerlich heißes Wetter, schwere #Düfte. Intensives #Vogelgezwitscher, Stimmen, die ich noch nie gehört hatte.
Leider kann man im Inneren der Museen keine Fotos machen. Daher muss ich Euch auf Auszüge aus meinem Buch verweisen:
#Mokume und die #Kunst des #Reisens“ https://www.amazon.de/dp/3000609946 Vor dem Gebäude ist ein Teich mit #Seerosen, vielen #Blumen, #Bäume, #Sträucher, #Büsche, ein paradiesischer #Garten, angelegt wie ein Garten Monets. Grüne üppige Pracht. Man fühlte sich wie in ein Gemälde von #Monet hineinversetzt. Ein vieldimensionales Gemälde, mit Vogelstimmen, Düften. Ein Kunstwerk für sich. Und doch ein Stück #Natur.
Dann der Durchgang zum #Museum. Als ich zurückblickte, leuchtete die Sonne hinein, ein Strahlen wie aus einer anderen #Dimension. Im Inneren Klarheit, strenge #Geometrie.
Ein Innenhof, grau, sehr hohe Wände, #Sachlichkeit, #Minimalismus, und am Boden lebendiges Grün. Dicke Stängel eines grasähnlichen kurzgewachsenen Gewächses, auch Strenge, aber frisches Grün, Leben.
Der Raum, in dem die Monets hängen, späte Waterlilies, die ich besonders liebe, nur von Tageslicht beleuchtet. Die Farben brillant. Ein Rausch von #Farben, Strukturen, Wirbeln, wie ein Tanz, #Partituren, #Musik. Der Boden dämpfte den Schall. Man musste Pantoffeln anziehen, wie in einem #Tempel, um die Atmosphäre nicht zu stören, die Heiligkeit der Bilder. Noch nie hatte ich Monets so passend, so schön präsentiert, gesehen.
Dann ein Raum mit einem kleinen Sechseck von James #Turell, blau beleuchtete Fläche, reines Licht, über die Ecke hinweg projiziert. Ein Bild aus Licht. Blaue Energie. Eine spirituelle Dimension.
Danach ein Raum mit einer Öffnung in der Decke, ein #Trapez, das den #Himmel frei gibt. Der Himmel als Bild, das sich ständig verändert, das auch die Stimmung, Licht und Schatten des gesamten Raumes ständig verändert.
Weiter zum großen Turell Raum. Man musste in einer Schlange warten. Ruhe, Flüstern. Nur wenige Besucher durften zusammen hineingehen. Die Wärter waren wie #Priester, die einen auf eine #Initiation vorbereiten. Es hatte etwas von einer #spirituellen #Einweihung. Wie in einem Tempel. Einstimmen auf das große Ereignis. Und es war überwältigend. Man ging eine Treppe hoch, betrat den blau leuchtenden Raum. Fast wie schwebend, die Begrenzungen kaum mehr wahrnehmend. Ein Raum aus Licht, ein Rausch aus Blau. Wenn man sich umdrehte, blickte man auf eine orange beleuchtete Wand, wie die aufgehende #Sonne. Raum. Die zweidimensionale #Wahrnehmung wurde erweitert. Man steht mitten in der 3. Dimension, lebendig, kein außen, kein innen, alles Licht, Energie. Unten an der Treppe, am Erdboden, wieder angekommen, schaute ich mir den Raum nochmal von außen an. Die orange leuchtende Außenwand wie ein Rahmen, ein Durchblick in das reine Nichts, in Energie, Raum, Unendlichkeit.
Schließlich noch der Raum von Walter #deMaria. Der ganze Raum eine Treppe, im oberen Teil eine riesige #Kugel aus poliertem #Stein. An den Wänden, oberhalb der Augenhöhe goldfarbene #Stelen. Klarheit, Strenge, gewaltig, wie in einem #ägyptischen Tempel.
Wieder draußen, brauchte ich eine Pause, um das alles sinken zu lassen. Ich ruhte etwas am Monet-Garten aus, fuhr dann mit dem Bus weiter zum Lee #Ufan Museum. Ausstieg.
An einer grauen Betonwand vorbei. Dann auf dem Grün des #Rasens ein frei liegendes riesiges Rechteck aus dunklem Stahl, davor ein wuchtiger heller #Naturstein, im Hintergrund sanfte #Hügel, Grün, das Blau des Wassers, in der Ferne Inselchen.
Das Museum, eine graue Wand, vor einer grauen großen, ebenen Fläche. Darauf eine hohe, dünne, graue #Säule, ein Linie in den Himmel, daneben wieder ein großer hellbrauner Naturstein. Graue Sachlichkeit, Wucht, inmitten grüner Landschaft.
Den Bus zum nächsten Museum lies ich diesmal vorbei fahren, ging die Straße entlang den Hügel hinauf in Richtung des Dorfes #Honmura, musste meine Augen, meine #Seele ausruhen lassen. Der Weg führte an einem Teich im Wald vorbei, darin, wie #Schmetterlinge auf der Wasseroberfläche, etliche kleine #Skulpturen, weiß, zart, sich im #Wind wiegend.
Der Pfad schlängelte sich weiter den Hügel hinab ins Dorf. Ich ging Richtung Hafen, passierte Künstlerateliers, die Häuser selbst schon wie Kunstwerke. Eines wie aus #Fundstücken, rostigen #Blechen, #Schwemmhölzern, zusammen gezimmert. Am #Meer der traditionelle Ort, Tempel, Holzhäuser, weitere Museen und #Ateliers.
Von hier aus nahm ich den Bus ins dritte Museum, #Benesse House, auch von Tadao #Andō entworfen. Im Dorf waren alle Restaurants geschlossen. Ich war sehr hungrig. Auf der #Terrasse des Museums konnte ich bei herrlichem Ausblick über die Bucht und die Inselwelt mein sehr spätes Mittagessen genießen. Danach schlenderte ich noch ein wenig durch die Räume. Es gibt unterschiedlichste moderne und zeitgenössische Kunst von #Giacometti, #Christo, #Pollock, bis hin zu #Landart von Richard #Long. Aber es waren zu viele Eindrücke heute, ich konnte nichts mehr aufnehmen. Schade, dass ich für #Naoshima nicht mehr Zeit eingeplant hatte. Allein hier könnte man schon Tage verbringen. Ich muss wohl nochmal wieder kommen.
Auf dem Rückweg zu meinem Hostel lag noch ein gelber Riesenkürbis der japanischen Künstlerin Yayoi #Kusama auf einem Steg am Meer. Überall Kunst.
Für mehr Information: Benesse House Gotanchi, Naoshima, Kagawa 7613110 Japan Tel. +81-(0)87-892-3223
Chichu Museum 3449-1 Naoshima, Kagawa 7613110 Japan Tel. +81-(0)87-892-3755
Lee Ufan 1390 Azakuraura, Naoshima, Kagawa 7613110 Japan Tel. +81-(0)87-892-3754 (Fukutake Foundation)
Ein weiteres Museum, das einen Besuch von #Teshima #Island in #Seto Inland Sea wert ist, ist das #Yokoo #Museum. Ein australisches Ehepaar, das ich zufällig auf #Naoshima Island getroffen hatte, empfahl es sehr. Ich sah sie im #Hafen von Teshima sitzen - als ich gerade überlegte, was ich tun sollte, nachdem ich das Teshima Art Museum (http://benesse-artsite.jp/en/art/teshima-artmuseum.html) besucht hatte. Wir sprachen über unsere Erfahrungen auf diesen "Inseln der Künste". Ich hatte zuvor noch nie vom Yokoo Museum gehört - hatte aber noch etwas Zeit bis zur letzten Fähre. Es sei in der Nähe, sagten sie mir. Ich könne laufen.
Eine meterhohe, breite rote Glasscheibe vor dem Eingang verbindet die traditionellen kleinen Holzhäuser. Man blickt durch einen #Japanischen Steingarten mit #Wasserlauf. Alles rot, rot wie #Blut. Eine #Grenze zwischen der vertrauten und der unbekannten #Welt. Die #architektonische #Referenz von Yuko #Nagayama auf das Thema des Museums: Leben und Tod.
Ich betrat diese Welt. Das Personal war sehr freundlich. Obwohl es keine offizielle #Führung gab, begleitete mich eine junge Frau durch das Gelände und erklärte den #Ursprung und Inhalt der #Sammlung. In den ausgestellten #Bildern erblickt man Welten jenseits von Leben und Tod. Alles sehr seltsam, ungewohnt. Aber nichts, wovor man Angst haben müsste.
Zwischen den Gebäuden der #Kiesgarten, den ich schon von außen gesehen hatte. In der #Struktur wie ein #traditioneller #Garten. Der Grund des #Baches mit goldenem und blauem #Mosaik. Die großen #Steine am Rande des #Wasserlaufs blutrot gestrichen. Alles irgendwie #surreal. Eine seltsame, andere Welt, die aus dem #Jenseits zu kommen scheint. Tadanori Yokoos Ideen von "Leben und Tod", für das Museum als #Gesamtkonzept, in der #Struktur und im freien #Raum realisiert.
Selbst im #WC sieht alles durch wellige, deformierte #Spiegel verzerrt aus.
Es war später #Nachmittag. Ich überlegte, wo ich diese #Nacht verbringen könnte und beschloss, die letzte Fähre nach #Uno zur #Hauptinsel zu nehmen. Wenn es noch eine Gelegenheit gäbe, nach #Okayama zu fahren. Dann wäre ich meinem nächsten Ziel, dem #Windpark in der Nähe von #Sanda, schon viel näher. Die #Überfahrt bei #Sonnenuntergang war wunderbar. Vom Hafen zum #Bahnhof war es nur ein kurzer Weg. Tatsächlich sollte noch ein Bus spät nach Okayama fahren.
Der obige Text beinhaltet Auszüge aus meinem Buch „Mokume und die Kunst des Reisens „ https://amzn.to/2S81ecV
Das Teshima Art #Museum auf der kleinen #Insel #Teshima in #Seto Inland #Sea ist eines meiner Lieblingsmuseen. Es ist ein einzigartiges #Kunstwerk, eine #Symbiose von #Natur und #Kultur.
Am Morgen startete ich von der „Insel der #Kunst“, #Naoshima. Während ich auf die #Fähre nach Teshima wartete, ging ich in der #Bucht spazieren. Ich habe mein #Gepäck einfach am #Strand abgelegt. In #Japan muss man sich nicht sorgen, dass etwas gestohlen wird. Sicheres, gutes Gefühl. Ich zog meine #Schuhe aus, band meinen #Rock zusammen und watete im #Pacific. Genoss das warme #Wasser, den feinen #Sand an den Füßen, das sanfte Rauschen der #Wellen. Ich war die einzige dort. Alles war sehr ruhig. Einige #Quallen schwebten im #Wasser, wie zarte #Blütenblätter, fast durchsichtig, bedeckt mit den feinsten roten Linien.
Die #Überfahrt auf dem #Schiff dauerte nicht lange, vielleicht eine Stunde, entlang der #Küste von Naoshima und den vielen kleinen Inseln. Stilles Wasser. Wir saßen alle draußen, nur ein paar Passagiere – blauer #Himmel, warme #Sonne auf der #Haut, weiches #Licht.
Ich nahm den #Shuttlebus vom #Hafen zum #Museum. Die Bushaltestelle liegt auf einem #Hügel – mitten in der Natur. Dann ein kurzer #Spaziergang zum Eingangsgebäude. Von hier aus konnte ich bereits das Museum sehen, das wie eine #Muschel geformt war. Es wären höchstens 2 Minuten zu Fuß dorthin.
Zunächst jedoch muss man dem #Pfad um den kleinen #Hügel folgen, auf dem das Museum steht, und von der anderen Seite kommend betreten. Man soll sich wohl geistig vorbereiten, sich auf diese Art von #Kunstwerk einstellen.
Der erste Blick hinein war atemberaubend. Ein #Lichtstrahl, der von einer dünnen #Nylonschnur eingefangen wird. Eine Öffnung in der #Decke zum #Himmel – im hinteren Teil des #Gebäudes eine weitere. #Stille im Inneren, #Licht, #Schatten, #Wasserspuren und #Tropfen, die sich durch #Verdunstung und #Bewegung der #Luft bewegen – wie #Spermien, das über den #Boden huschen. #Vogelgesang. Der wechselnde #Himmel, #Wolken, blau. Der #Wind wurde in der #Muschel eingefangen, rauschte und flüsterte. Ich war nur mit einer weiteren Besucherin dort. Wir konnten uns Zeit nehmen. Erkundeten den #Raum langsam und beobachten ihn aus verschiedenen #Perspektiven. Wir legten uns hier und da auf den Boden, ließen uns auf die wechselnden #Stimmungen und #Eindrücke des Raumes ein. #Großzügigkeit, #Konzentration. Eine ruhige #Erfahrung. Eindrucksvolle, #ästhetische, einfühlsame #Kombination aus #Architektur, Kunst und #Landschaft.
Der obige Text beinhaltet Auszüge aus meinem Buch „Mokume und die Kunst des Reisens „ https://amzn.to/2S81ecV
Da es verboten ist, #Fotos im Inneren zu machen, kann ich euch leider nur das Bild aus der öffentlichen #Broschüre zeigen. Weitere Informationen findet Ihr unter : http://benesse-artsite.jp/en/
Ich besuchte das #Toppan #Printing #Museum in #Tokyo mit Freunden.
Im #April 2019 stellten sie Gewinner eines #Wettbewerbs aus. 4 sehr unterschiedliche #Japanische #Grafikdesigner wurden ausgezeichnet. Einer von ihnen entwickelte eine #Methode zum #Drucken mit #Farben, die nur sichtbar werden, wenn sie mit #Schwarzlicht beleuchtet werden. Schwarz und Weiß ohne #Taschenlampe - aus einer Distanz angeleuchtet: zarte jedoch leuchtende Farben. Wenn die #Lampe sehr nah ist, sieht man den gedruckten Text eines #Gedichtes.
Ein anderer #Druck-Künstler arbeitete mit Mitteln der #Fotografie
wieder ein anderer in #minimalistischer Weise
... der vierte der ausgezeichneten Künstler arbeitete sehr #expressiv. So viele verschiedene Möglichkeiten, #Druckarten - ein faszinierendes #Medium.
Die #Angestellten fragten uns, ob wir spontan an einem #Workshops im Untergeschoss teilnehmen möchten. Klasse! Wir konnten verschiedene #Techniken und #Maschinen ausprobieren.
Dann fragten sie, ob wir unsere eigenen Namen mit traditionellen japanischen #Bleisatz-Zeichen drucken möchten. Großartige Idee! Sie zeigten uns die Metallzeichen in den 3 japanischen Schriften: #Katakana, #Hiragana und 10000! Chinesische #Kanji-Schriftzeichen.
Wir mussten unsere Katakana-Zeichen finden, sie in der Holzkiste entsprechend einsortieren und mit der #Maschine drucken. Jetzt habe ich meinen Namen in Katakana - spannend und es machte großen #Spaß.
Beeindruckend war auch der #historische Teil der Ausstellung. Sie zeigten traditionelle #japanische #Holzdrucke (die ich so sehr liebe)...
... sowie #Europäische #Druckkunst
…und #diverse Maschinen aus unterschiedlichen #Epochen und #technische #Varianten
Das #Toppan Printing Museum liegt im Zentrum, nahe dem Tokyo #Dome. 1-3-3 #Suido, Bunkyo-ku,
Tokyo 112-8531
Toppan #Koishikawa Bldg.
Weitere Informationen und aktuelle #Ausstellungen findest du unter: www.printing-museum.org
Am frühen Morgen fuhr ich von #Osaka aus nach #Miyajima, einem #Weltkulturerbe.
Mit der #Fähre passiert man den berühmten #Torii im #Wasser - als würde er über dem Wasser schweben.
Dutzende von #Hirschen laufen auf den #Straßen und am #Strand herum. Auf dem Weg zur #Seilbahn nahm ich eine #Spezialität des Ortes: #Eiscreme basierend auf #Süßkartoffeln, serviert mit heiß gebratenen Süßkartoffeln. Mhhh ....
Im Inneren des #Schreins brennt ein #Feuer- seit ungefähr 1200! Jahren. Die "#Flamme des #Friedens" in #Hiroshima wurde von hier genommen.
Neben dem #Schrein direkt unter der Spitze des Berges hat #Bridal #Mother diesen Ort zum "#Heiligtum für Liebende" erklärt.
Auf den #Bergspitze riesigen #Felsen, herrlicher Blick auf #Seto #Inland #Sea, Dutzende kleine #Inseln. #Duft von nassem Boden. #Krähen krächzen.
Ich wollte dort in dem winzigen Laden ganz oben auf der Bergspitze etwas kaufen. Aber der Besitzer schenkte mir diesen #Druck zur Erinnerung an diesen wundervollen Ort. Es stellt die #Silhoutte der #Bergekämme dar. Wenn man die #Grafik dreht, sieht man das #Profil eines #Gesichts
Am nächsten Tag konnte ich an einer #Feuerzeremonie bei einem #buddhistischen #Tempel teilnehmen. Die #Priester und #Mönche bereiteten den Platz für den späteren Gang über die heiße #Asche vor. Der #Hohepriester machte den Anfang - es muss sehr sehr heiß gewesen sein! Nach ihm gingen die anderen Priester und Mönche über die Asche - danach die Besucher. Ich nahm meinen ganzen #Mut zusammen und lief das erste mal im Leben über heiße #Holzkohle.
Die gesamte #Zeremonie wurde von #rhythmischen #Trommeln auf großen #Taiko begleitet - magisch.
#Chikatsu Asuka #Museum. Ich liebe archaische #Kunst. Man spürt den "Anfängergeist",die pure #Kreativität, den Willen, etwas ganz Neues zu schaffen - kraftvoll, #innovativ, frisch.
Die Region ##Chikatsu #Asuka im Süden #Osakas war #Schauplatz der Ereignisse, die die früheste #Periode der #japanischen #Geschichte markiert haben. Das #Museum befindet sich in der Mitte eines Areals von über 200 #Tumuli #Gräbern aus den Jahrhunderten II bis VII und ist der Kultur der #Kofun gewidmet.
Ein #Prinz der #kaiserlichen #Familie flog auf einem #Schwan ( für mich sehen sie eher wie #Gänse aus – aber sehr schön geformt )in diese Gegend im Süden von Osaka
Eine sehr nette Angestellte führte uns spontan durch das Museum und erklärte ausführlich einige wichtige #Exponate oder beantwortete unsere Fragen zu den uns interessierenden Stücken und Hintergründen. Man bestattete mit# Werkzeugen, #Schmuck und andereen wertvollen #Beigaben
Anhand der #Werkzeuge, die als #Grabbeigaben gefunden wurden, kann man leicht nachvoll ziehen, wie die Menschen diese #Kunstwerke, #Gebäude oder #Kofu ( #Hügelgräber ) geschaffen haben.
Ein großes #Modell eines Kofu ( Grab eines Mitgliedes der #kaiserlichen Familie ) veranschaulicht sehr schön das #Konzept dieser #Gräber. Wenn man heutzutage davor steht, sieht man einen bewaldeten Hügel – weitert nichts. Hier zeigen sie einen #Querschnitt durch einen solchen Hügel: Er besteht aus mehreren Schichten #Erde und #Gestein. Im Zentrum des runden Teils des „#Schlüssellochs“ , weit unten in der Erde, befindet sich das #Grab der/ des #Toten.
Die #Objekte der #archaischen #Kunst - präsentiert in der modernen #minimalistischen #Architektur von Tadao #Ando. Die Ausstellungsbereiche sind dunkel gehalten, wie in den Gräbern, in denen die Exponate gefunden wurden, und geben den Besuchern das Gefühl, in die #Frühzeit zurückversetzt zu werden.
Das Museum fügt sich harmonisch in die #Landschaft ein. Von der #Spitze des #Stufendachplatzes aus können Besucher die gesamte Grabhügellandschaft betrachten. Das Stufendach dient auch als #Außenauditorium für #Aufführungen und #Vorträge.
Im #Park um das Museum sollen ungefähr 700 #Pflaumenbäume stehen. Anfang März blühen sie in Weiß-, Rosa- und Pink . Süsser Duft liegt in der Luft.
Im April wird diese Blüte durch die #Sakura ( #Kirsche ) abgelöst.
Vom Bahnhof #Shin-Osaka nimmt man am besten die #Midousuji Line nach #Tennoji. In Tennoji wechselt man zur #Abenobashi Station. Von hier geht es mit der #Nagano-Line der #Kintetsu-Line weiter nach #Kishi. Von Kishi aus nimmt man den #Kongo #Bus nach #Hannan #Neopolis.
Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Für weitere Informationen und um die Öffnungszeiten zu überprüfen, ruft bitte +81 721-93-8321 an oder besucht www.mediajoy.com/chikatsu.
Der „#Philosophenweg“, #Tetsugaku no michi, beginnt am Silbertempel, #Ginkaku-ji , läuft an einem kleinen Bach entlang und endet nach ca 2 km am #Nanzen-ji Tempel. Mal läuft der Pfad auf der einen, mal auf der anderen Seite des Bächleins, verbunden durch kleine Steinbrücken, beschattet von alten Bäumen. An einer #Brücke begegneten mir junge Mädchen in #Kimonos. Es ist hier bei den Girls schick, sich für einen Tag einen Kimono zu leihen – mit allen #Accessoires, vom Haarschmuck über Handtasche bis zu den Schuhen. Sehr hübsch. Sie freuten sich sehr, dass ich ihnen Komplimente machte und wollten unbedingt, dass ich auch mit auf einem Foto bin.
Ginkaku-ji
Es gibt tatsächlich an jeder Ecke hier #Tempel und #Schreine. Der nächste lag ein wenig abseits im #Wald. Sehr ruhig. Dunkel. Feuchte Luft. Zwei große Rechtecke aus #Sand mit eingerechten #Spiralen am Eingang. Felswände. Davor eine lebensgroße stehende #Bodhisattva #Statue.
Mein Hunger zog mich dann in die Seitengassen. Sah ziemlich unbelebt aus. Ich fürchtete schon, nichts zu finden. Nach einer Weile entdeckte ich an einem kleinen Haus ein unscheinbares Restaurantschild. Alles ganz ruhig, nichts zu hören.
Dennoch öffnete ich die Türe und tatsächlich war das Mini Restaurant geöffnet. Es saß eine Frau, in ihr Handy vertieft, dort. Ich entdeckte ein Buch in japanischer #Schrift mit einer Fotographie von André #Breton, aufgenommen von Henry Cartier #Bresson. Es war aufwändig und schön gestaltet. Auch andere ganz besondere Bücher #französischer #Surrealisten. Eines mit #Illustrationen von Andre #Masson waren ausgelegt. Leise #Jazzmusik lief im Hintergrund. Ein #Plattencover von Miles #Davis und John #Coltrane mit dem Titel„Someday my prince will come“ lehnte an einem Regal. Ich hatte gar nicht gewusst, dass diese beiden Giganten zusammen eine Platte aufgenommen hatten. Und dann dieser Titel. #Kimonostoffe lagen ausgebreitet, etwas #Glasschmuck. Eine Theke und zwei Tische. Die Eigentümerin kochte extra für mich #Spaghetti mit frischem Gemüse. Der Duft war herrlich und es war delikat. Eine weitere Frau setzte sich an die Theke. Ich konnte mich mit ihr unterhalten. #Modedesignerin, die derzeit in #Kobe eine Show hat. Sie wollte wissen, ob ich aus beruflichen Gründen in #Japan sei. Ich erzählte ihr von #Mokume Gane, was hier anscheinend völlig unbekannt ist. Die Besitzerin wurde hellhörig und setzte sich dazu. Sie ist mit einem #Künstler befreundet, der mit Stahl arbeitet; deshalb wohl auch das Interesse an dieser #Metalltechnik. Den Übersetzer dieser surrealistischen #Literatur kennt sie auch – er ist häufig Gast hier. Die #Designerin meinte, ich hätte großes Glück gehabt, dieses Restaurant gefunden zu haben. Es sei berühmt. Wie auch immer, es war sehr speziell und eine stimmungsvolle, ungewöhnliche Atmosphäre. ( Auszug aus meinem Buch „Mokume und die #Kunst des #Reisens“)
Danach schlenderte ich weiter am #Philosophenweg, besuchte den #Friedhof am #Waldrand. Kein Mensch außer mir dort. Schwerer Duft von Erde, alten Bäumen. Mystische Stimmung. Rechteckige #Säulen als #Grabsteine. Sehr selten #Buddha Statuen oder alte amorphe bemooste Steine, Sand oder Kieselsteine auf den Gräbern, niedrige Sträucher, Büsche, kaum Blumen.
Ein Stück weiter waren ein paar #Shinto-Schreine mit Tierskulpturen, überdimensionale Mäuse, Ratten und Reissäcke. Wie ich es beobachtet hatte, wünschte ich mir vor einem #Schrein Glück, zog an einer Schnur, die vor dem Schrein befestigt ist, läutete eine Glocke und klatschte in die Hände – kann ja nicht schaden.
Weiter ging es, vorbei an vielen #Restaurants, #Cafés, kleinen #Boutiquen – bis der Weg schließlich am #Nanzen-ji Tempel endet. Am Eingang ein gewaltiger #Weihrauchkessel aus #Kupfer, #Grünspan. Sehr große Anlage mit mehreren Steingärten. Es wurde gerade eine #buddhistische #Zeremonie gehalten. Man konnte die #Mönche rezitieren hören und die rhythmischen Stockschläge. Beruhigend, stärkend für den Geist. Ein Kosmos für sich.
Nanzen-ji
Der Name des Pfades geht auf den #Philosophen Nishido #Kitaro ( 1870 bis 1945 ) zurück, der auf seinem täglichen Weg zur #Kyoto #Universität dort entlang schlenderte.
Beginnt man den Pfad am #Silbertempel, fährt man am besten mit dem Stadtbus Nr 4 oder 100 dorthin.
Bambus. Dieses Jahr lernte ich bei einer zufälligen Begegnung mit einer #chinesischen #Tuschemalerin im #Hafen von #Osaka, dass die chinesischen #Poeten #Bambus liebten. Er stellte für sie eine #spirituelle #Kraft dar: er wächst geradlinig von der #Erde zum #Himmel, keine horizontalen #Äste, Verzweigungen – straight.
Fast ausschließlich #vertikale schlanke Linien. Verschiedenste #Grüntöne, feinste #Nuancen – jede Abweichung fällt auf.
Vereinzelt sogar violette #Stämme. Violetten Bambus sah ich vorher noch nie.
Leises Rascheln. An machen Stellen intensiver #Vogelgesang.
Eine schöne Atmosphäre; auch wenn esam Eingang völlig überfüllt dort ist – es wie auf einem #Rummelplatz zugeht.
Am Ende des Weges durch den #Hain wurde die Menschenmenge etwas weniger. Ich blieb an einer ruhigen Stelle stehen. Die Stämme ragen meterhoch über einen hinaus. Das #Sonnenlicht dringt sanft ein. Ich genoss die #Stille, das sanfte #Rauschen der #Blätter, die #Eleganz des Bambus. Da entdeckte ich zwischen den #Bambusstämmen einen sehr alten kleinen Mann. Er führte sein #Zwergkaninchen aus. Zeigte ihm dem Bambuswald. Das #Kaninchen hoppelte frei herum, knabberte hier und da am #Gras. Nach einer Weile kam es zu dem Mann zurück. Er nahm es zärtlich in seine #Armen und ging mit ihm weiter seines Weges.
Der #Bambushain von #Arashiyama liegt im Norden #Kyotos. Ich machte während der Wartezeit suf den Einlass zur #Villa #Katsura einen Abstecher hierhin. Man überquert die #Togetsukyo Brücke und geht durch den #Tenryuji Temple Bezirk. Dort ist es sehr belebt – aber wenn man Wochenenden und Feiertage vermeiden kann – ist es ein wundervoller Ort
Die #kaiserliche #Villa in #Kyoto und ihr #Garten gelten als #Meisterwerk der #japanischen #Architektur und #Gartenarbeit. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Die Villa #Katsura ist von einem weitläufigen Garten, #Teehäusern, #Steinlaternen und #Teichen mit #Brücken umgeben. So schön! Der Kontrast und die #Harmonie zwischen frischem Grün, (komponierter) #Natur und den klaren #vertikalen und #horizontalen Linien der Architektur. Und immer wieder der Blick auf die Umgebung. "Natur draussen - leere Räume innen - verbunden durch Licht" wie der #Architekt Tadao #Ando es formulierte. Die Klarheit und Schlichtheit der #Innenarchitektur läßt #Raum für #Stille, für #Wahrnehmung, für den #Genuss der Umgebung.
Als der #Bauhaus-Architekt Bruno #Taut in den 1930er Jahren die Katsura-Villa besuchte, war er von diesen Ideen und dem Stil, den #Modulen, der #Effizienz und #Strenge, den wenigen #Farben und dem starken #Minimalismus begeistert. Nichts überflüssiges. Er drehte einen Film über dieses Anwesen, diese Architektur, für das #Bauhaus und stellte es dem #Westen vor. Dadurch wurde sie berühmt und hatte großen Einfluss auf die moderne Architektur und #Kunst
aaa
Die Villa liegt im Distrikt #Katsura in Kyoto. Wenn man frühzeitig seine #Reise plant , sollte man sich online eine Genehmigung einholen: sankan.kunaicho.go.jp/english/guide/katsura.
Die andere Variante ist: es gibt ein knappes Kontingent an #Tagestickets. Ich ging am frühen Morgen zum Eingang der Villa und wartete ungefähr 2 Stunden. In der Schlange warteten auch 2 junge japanische Architekten, die mich ansprachen. So konnten wir die Zeit mit einem interessanten Gespräch über Architektur, #Ästhetik geniessen. Die beiden arbeiten im Stil von Tadao Ando und natürlich inspiriert durch die #japanische #Tradition: strenge klare Linien, #Eleganz, #Spannung, #Einfachheit, #Funktionalität. #Rhythmus ist, glaube ich, ein wichtiger #Faktor. Ich hatte #Glück und bekam eine Eintrittskarte. Hurrah! Dann aber nochmals 2 1/2 Stunden warten auf den Einlass. Ich nutzte sie für den nahegelegenen #Bambus #Hain #Arashiyama.