Ryoanji, der bekannteste Steingarten

Der #Ryoanji in #Kyoto ist wohl der bekannteste #Steingarten ( auch $Zengarten genannt) #Japans.


Durch das Tor ging ich in die Anlage, einen Kiesweg entlang, ein paar Stufen hoch. Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Steingarten so ausdrucksstark ist, es stockte mir der Atem, als ich in den Hof eintrat. So eine Wucht, strahlt gleichzei-
tig #Dynamik, #Ruhe und #Kraft aus. #Heiligkeit der Steine. Auf einer rechteckigen, langen, schmalen Kiesfläche, gerecht wie Wellenbewegungen, liegen 15 #Natursteine, einige stehen aufrecht, einige liegen flach, in Gruppen von zwei oder drei Steinen; sie wirken wie zufällig dorthin geworfen, wie #Inseln
in einem Meer. Grau, die Inseln nur von wenig Moos einge-

rahmt. Die umgebende Mauer ist mit ölgetränktem #Mörtel eingestrichen worden. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Öl aus dem Stein ausgetreten und hat ein unregelmäßiges fleckiges
Muster aus #Ocker und Brauntönen bis fast Schwarz hinterlassen, wie eine nebulöse Landschaft. Hinter der Mauer die Bäume des #Parks, einer ragt mit seinen Zweigen in dieses
Grau hinein. Ich saß eine ganze Weile dort, fast alleine, auf der dunklen #Holzveranda, die das steinerne Rechteck umgibt; an verschiedenen Stellen, um ihn aus unterschiedlichen Perspektiven auf mich wirken zu lassen. Von keinem Punkt des Hofes aus kann man gleichzeitig alle #Steine sehen, es gibt kein Zentrum, der Blick schweift, kann sich an nichts festhal-
ten. Obwohl man einen solchen Garten nicht betritt, tauchte ich ganz ein, fühlte ich mich als Teil dieses Universums, dieser Weite. Dann kamen Reisegruppen und eine Schulklasse. Dennoch ehrfürchtige Ruhe. Auch die Schüler fielen nicht
lautstark in den Hof ein, sie traten dezent auf, erstaunlich ruhig und konzentriert, in kleinen Gruppen, geführt von einer Aufsichtsperson, die die unvermeidlichen Erinnerungsfotos machte.

Ich ging dann um die Meditationshalle herum.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes ein Bächlein, ein runder Brunnen aus Stein, in der Mitte eine quadratische Öffnung, der Wasserzulauf ein #Bambusrohr, ein Schöpflöffel aus #Bambus, in den #Stein eingraviert der #Zenspruch des #Meisters: „I learn to be content.“ – „Ich lerne, zufrieden zu sein.“ ( Auszug aus meinem Buch „#Mokume und die #Kunst des Reisens)

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Entoku-in in Kyoto

In der Nähe des #Kodaiji-Tempels liegt der #Entokuin #Tempel. Eine steile #Treppe führt vom Kodaiji hinunter zu einer belebten Straße mit vielen #Geschäften und ###Cafés. Gegenüber befindet sich der #Entokuin #Tempel.

#Stein- und #Moosgarten zwischen den #Gebäuden – #traditioneller #Weg –

#Minimalistisches #japanisches #Interieur.

#Lob des #Schattens (wie #Tanizaki es nannte) – mit einigen goldenen Flächen, die das #Licht einfangen

Kodaiji Tempel in Kyoto

Der #Kodaiji-Tempel befindet sich auf einem #Hügel im historischen Viertel (#Weltkulturerbe) von #Gion. Es ist schön, durch die winzigen #Gassen zwischen den traditionellen #Holzhäusern zu schlendern. Dann landete ich in ruhigen Anlage des Kodaiji #Zen-#Tempels, ging durch die #Gärten und ruhte im #Haupttempel etwas aus.

Wenn man auf der #Veranda sitzt, blickt man auf den #Steingarten. Im ersten Moment war ich schockiert: ein bemalter traditioneller Steingarten! Wie ein Werk der #Pop Art. Es erschien mir unpassend. Die Flächen zwischen den #Felsen-inseln als zu dominant. Es verliert seine bewegte Ruhe zwischen den #Inseln. Bei unbemaltem #Kies sind die #Augen stärker auf die „Inseln“ gerichtet – die gefärbten Linien lenken die #Aufmerksamkeit eher auf den #Raum zwischen den Felsen. Aber warum nicht die traditionell gestaltete #Form als #Grundlage für die moderne Interpretation nehmen? Eine Verbindung von historischer und zeitgenössischer #Kunst? Etwas Neues wagen?

Ich setzte den W#eg zu den #Teehäusern auf dem kleinen #Hügel fort. #Sonnenuntergang. Herrliche #Sicht auf #Kyoto und die umgebenden Hügel.

Der Weg nach unten führt durch einen #Bambushain. Leises Rascheln der Blätter. 2 Krähen liessen sich ganz oben nieder. Die dünnen Äste bogen sich und schwangen unter dem Gewicht der Vögel

Kimono-Girls in Kyoto

Wenn Ihr all diese hübschen freundlichen Mädchen seht, wisst Ihr, dass Ihr in #Kyoto seid. Es ist hier unter jungen Mädchen en vogue einen #Kimono für einen Tag zu mieten, einschließlich #Blumen für die #Haare, #Handtaschen, #Socken, #Schuhe … und dann den Tag zusammen mit Freunden zu genießen und herumzulaufen

In #Gion findet Ihr viele Geschäfte für #Kimono-Verleih. Wenn Ihr es probieren möchtet: Es kostet ca. 3000 – 4000 #Yen. Die Angestellten helfen gerne beim Ankleiden, Haarstyling, ….

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Kyoto Station

Das erste, was man von #Kyoto sieht, wenn man mit der Bahn ankommt ist der phantastische #futuristische
#Bahnhof – sehr hoch, viel Licht, Glas, Gitterkonstruktion aus
Metall, Leichtigkeit, Offenheit.

Auf dem Dach kann man ein Statement zu diesem Gebäude lesen: „… jemand, der den Bahnhof durchquert, wird sich an den Himmel erinnern. Die Halle repräsentiert die traditionelle #japanische Ästhetik einer Grenze, ohne eine Grenze zu sein.“ Nicht alle Einwohner waren stimmten zu – es entzweite die Gemüter.

In Kyoto soll es ca. 3000 Tempel und Schreine geben -und dann dieses gigantische moderne Gebäude im Zentrum ! Ein Freund sagte mir, dass es ein Sprichwort gibt: Wenn man irgendwo in Kyoto einen Stein wirft, trifft man immer einen Tempel oder Schrein. Die Aufregung hat sich im Laufe der Jahre gelegt und nun wird es als weitere Sehenswürdigkeit angesehen

Diesmal nahm ich mir Zeit, das Gebäude ( von Hara #Hiroshi ) näher zu erforschen

Der Skyway verbindet die beiden Hauptkomplexe- und man hat eine phantastischen Ausblick über die Stadt und die umgebenden Hügel


Auf der Couch in der obersten Etage kann man unter dem hübsch gemalten Sonnenschirm eine Kaffeepause geniessen

… dazu Life Musik geniessen, die Passanten auf dem öffentlichen Flügel spielen können

In der Nacht kam ich noch einmal wieder

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Onsen

Eines der besten Dinge, die man in #Japan tun kann, um sich zu entspannen und zu genießen, ist ein #Bad in einer #heißen #Quelle. Normalerweise ist es eine sehr ruhige Atmosphäre. Manchmal kommt man mit jemandem ins Gespräch und kann viel über Land und Leute lernen – und Spaß haben. Meine erste #Onsen-Erfahrung war in dem kleinen Dorf #Nishigishi unweit von #Kanazawa:

Zum Glück sprach mich am Eingang eine englisch sprechende Besuche-
rin an und erklärte mir alle Gepflogenheiten der #japanischen #Badekultur.

Es gibt getrennte Bereiche und #Pools für# Frauen und #Männer. Ich bereitete mich gründlich vor, ausgiebiges Duschen und Einseifen unter den Blicken aller. Im #Außenbecken sitzt man im natürlichen heißen #Wasser, mindestens 40 Grad, gefühlte 70, so muss sich ein gekochtes #Ei fühlen. Blick auf #Himmel, #Bucht. Hin und wieder segelte eine #Möwe vorbei.
Ich blieb stundenlang. Tomoko, die mir alles gezeigt hatte, hielt es nicht so lange aus, nahm mehrere Pausen. Sie ist Sportjournalistin, eigentlich in #Tokyo, und muss nun für ein paar Monate vom Landleben berichten, was sie schrecklich langweilig findet.
In Tokyo sei eine tolle #Energie, erzählte sie begeistert. Sie schwärmte von #Sissi und dem #Musical. War aus diesem Grund vor einigen Jahren nach #München gereist, nach #Neu-schwanstein und #Wien. Verrückt. Aber super, sich für etwas so zu begeistern. Sie hat, wie fast alle in #Japan, nur ungefähr zwei Wochen #Urlaub im #Jahr, die man noch nicht einmal zusammenhängend nehmen darf, und nutze fünf Tage, um sich diesen #Wunsch zu erfüllen. Sie fand es großartig, fünf #Wochen reisen zu können, staunte darüber. Mir wurde klar, in welch privilegierter Situation ich lebe.
Zwischendurch kamen weitere Frauen ins #Sitzbecken, junge, alte, kleine #Mädchen, dicke, dünne. Alle badeten ganz selbstverständlich ohne Scheu nackt, das obligatorischen weiße #Handtuch zusammengefaltet auf dem #Kopf. Allmählich leerte sich das #Becken. Auch Tomoko verabschiedete sich. Wir wollten uns aber unbedingt wieder sehen. Ich saß alleine im heißen Wasser, die #Abenddämmerung setzte ein, vereinzelt gingen #Lichter am #Hafen an, spiegelten sich im #Meer, blaue #Stunde – traumhaft. Irgendwann schloss leider das Bad und ich musste dieses heiße #Paradies verlassen. ( Auszug aus meinem Buch “ Mokume und die Kunst des Reisens “

#Arima Onsen, zwischen #Kyoto and #Kobe gelegen

Die obersten Fotos sind der Arima- Onsen-#Broschüre entnommen, da keine Fotos gemacht werden dürfen. Fast jedes große #Hotel bietet Onsen an. In #Berggebieten haben auch einfache #Gästehäuser welche. Öffentliche Bäder jann man auch in großen Städten finden (da viele alte Häuser kein eigenes Badezimmer haben – und die Leute gehen gerne dorthin, um Kontakte zu knüpfen, die neuesten Nachrichten zu erhalten und zu diskutieren).

Der obige Text beinhaltet Auszüge aus meinem Buch,in deutsch und englusch
„Mokume and the art of travelling.

in my E-book
https://tredition.de/autoren/sabrina-d-agliano-38504/mokume-und-die-kunst-des-reisens-e-book-158835/

and in my Printbook:
https://tredition.de/autoren/sabrina-d-agliano-38504/mokume-und-die-kunst-des-reisens-paperback-158834/

Hakone, Caldera

#Hakone ist eine hübsche kleine #Stadt in den #Bergen, ca. 2 Stunden von #Tokyo entfernt. Ein angenehmer und beliebter touristischer Ort mit vielen #Onsen (heiße Quellen – Ihr könnt meinen Beitrag: „Onsen“ ansehen), #Gästehäusern und #Hotels.

Hakone ist ein guter Ausgangspunkt zu erstaunlichen Orten.

Ich überwand meine #Höhenangst und fuhr mit einer #Seilbahn auf den #Gipfel des #Berges, einen aktiven #Vulkan. Wenn Ihr zurückschaut, könnt Ihr die #Skyline von #Tokyo sehen – wenn das #Wetter klar ist. Sogar der #Skytower ist dann zu sehen – wenn Ihr nach links schaut, seht und riecht Ihr den schwefelhaltigen Dampf im #Krater, Dutzende von Metern unter der #Gondel. Der #Dampf entweicht aus #Erdspalten – überall schwefelgelbe Flecken.

Oben angekommen, kann man auf die #Schwefelwolken hinunter schauen.

Ein paar Schritte in die eandere Richtung hat man einen tollen Blick auf den #See #Ashinoko und hinter den Hügeln auf den #Pazifischen #Ozean.

Wendet man sich nach rechts sieht man den #Fuji-san – ganz nah.

Atemberaubender Blick in alle Richtungen. Ich mochte diesen wunderschönen Ort kaum nehr verlassen – aber natürlich musste ich nach einiger Zeit gehen und beschloss, mit der Seilbahn zum #See hinunter zu fahren.

  • Am #Abend fuhr ich mit dem #Kreuzfahrtschiff zurück nach #Hakone und passierte den roten #Torii im #Wasser.

Nach diesem herrlichen Tag um Mitternacht im 40 Grad heißen Außen- #Onsen des kleinen #Gästehauses sitzen – was für ein wunderbarer Ort auf Erden

Ueno Park, Tokyo

Im großzügig angelegten Gebiet des #Ueno Park liegt der #Zoo und mehrere #Museen. Diesmal habe ich eine #Ausstellung einer japanischen Künstlerin besucht, die mit einer Mischung aus #Collage und #Zeichnung arbeitet – sehr sensibel. Da eine japanische Freundin mut dabei war, konnte sie übersetzen, was die Künstlerin über ihre Bilder, ihre Ideen, ihre Geschichte und ihre Inspirationen sprach. In ihren frühesten Werken verarbeitete sie ihre Erfahrung des großen Erdbebens in #Kobe. –auf abstrakte Weise. Aber man konnte den Schock spüren, dass alles auseinander fällt und die Anstrengung, die Emotionen neu zusammen zu fügen. Die #Künstlerin drückte diese Erfahrung, sich fremd zu fühlen, auch in den Titeln aus: in der Art, wie sie die #Katakana -Zeichen verwendete (die normalerweise nur für ausländische Namen und Themen verwendet werden). Später genossen wir #Sakura Blütenpracht und Picknick im #Ueno Park. Die öffentlichen Museen waren geschlossen (wegen #Corina #Virus) Ich erinnerte mich an meinen ersten Besuch in diesem Park .

Auf einem offenen Platz boten mehrere #Akrobaten in farbenfrohen Gewändern ihre ihre Kunststücke dar. Wir schauten einer Frau bei ihren akrobatischen Tänzen zu. Ein Tänzer trug eine rote Maske, plötzlich, ohne
dass man den Wechsel erkennen konnte, schwarz, dann gelb, tanzen, rot, blau, gelb; es wurde einem ganz schwindelig beim
Zusehen.

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Takeshita Street, Tokyo

Die meistbesuchte Straße im #Harajuku Viertel: #Takeshita Street. Viele # Manga-Leute – geschäftig, farbenfroh, total verrückte Mode. Ich liebe es

Auf jeder Reise in #Tokyo besuche ich diesen Ort (2020 nicht so geschäftigt wie in den Jahren zuvor) und finde immer ein paar Souvenirs für Freunde und für mich.

Katzen-Café

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Hachiko Statue an Shibuya Station

Der beste Ort in dieser Megacity, um sich zu treffen, ist die #Hachiko-Statue in der #Shibuya Station. Täglich kommen 2-3 Millionen Menschen vorbei. Dennoch kann man sich an diesem Ort nicht verpassen. Jeder kennt ihn. Halb #Japan will ihn sehen und ein Foto haben – und auch der Rest der Welt. Man muss in einer Warteschlange warten,; aber es macht Spaß, ist eine gute Stimmung dort.

Diesmal (2020) war sehr wenig los ( Corona-Alarm)

Ich erinnerte mich an ein Treffen hier mit einer Freundin und Gastgeberin von meiner ersten# Reise. Sie lebte damals auf dem Land. Ich war dort, um den #Mokume Gane-Meister Masuzwa kennenzulernen. Wir hatten eine wundervolle Zeit zusammen. Sie sammelt #japanische #Holzdrucke die ich auch bewundere. Ich freute mich, sie wiederzusehen. Wir gingen durch #Shibuya, #Harajuku, die verrückte #Takeshita Street mit #Manga-Leuten und Manga-Läden. Unterwegs kamen wir an einem Plakat eines berühmten japanischen Popsängers vorbei. Ich fragte meine Freundin, welche #Musik sie liebt. Ich hatte vermutet, dass sie als #Kunstliebhaberin antworten würde: #Mozart, #Beethoven, … Sie sagte: „Vögel“. Ich sah sie überrascht an. „Der Gesang der Vögel“. Ist das nicht wunderbar?

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